Der Wochen-Check-in im Coaching
Sechs kurze Fragen, rund zwei Minuten: Mit dem Wochen-Check-in weiß dein Trainer, wie es dir geht, bevor er die nächste Woche plant. Die Fragen, wofür wir sie brauchen und wie gute Antworten aussehen.
Stand: 2026-10-25 · Redaktion: Alex Unger MSc. & Thomas Tichler BSc., Ausdauerzentrum Marchtrenk
Wie der Check-in zu dir kommt
Wenn dein Trainer den Fragebogen für die Woche verschickt, erscheint er als Karte auf der Startseite deines Athletenbereichs. Mit installierter App und eingeschalteter Push-Benachrichtigung bekommst du zusätzlich einen Hinweis aufs Handy: „Dein Wochen-Check-in – dauert 2 Minuten. Bitte bis Dienstag ausfüllen.“ Früher haben wir dieselben Fragen per Messenger geschickt; heute landen die Antworten direkt dort, wo dein Trainer plant.
Die sechs Fragen
1. Wie lief dein Training? 2. Stresslevel (0–10, optional mit kurzer Erklärung). 3. Beschwerden? – zum Beispiel Schmerzen oder eine Erkältung; wenn nein, einfach „nein“. 4. Verfügbarkeit nächste Woche: Welche Tage sind eingeschränkt oder ohne Training? 5. Gibt es etwas, das wir telefonisch klären sollten? 6. Hast du ein Foto oder Video vom Training oder einem Rennen für uns? Die Trainer können die Fragen für ihre Athleten anpassen.
Warum Stress dazugehört
Dein Körper unterscheidet nicht zwischen Trainingsstress und Stress aus Arbeit, Familie oder Schlafmangel. Eine harte Intervallwoche passt gut in eine ruhige Arbeitswoche, aber schlecht in eine Woche mit Abgabetermin und kranken Kindern. Die Zahl von 0 bis 10 ist schnell vergeben und zeigt über die Wochen ein Muster, das dein Trainer bei der Planung berücksichtigt.
Beschwerden früh melden
Ein Ziehen in der Achillessehne ist am Dienstag leichter zu behandeln als drei Wochen später. Schreib auch kleine Dinge dazu: wo, seit wann, wie stark. Dein Trainer passt das Training an, etwa mit weniger Umfang oder Alternativen. Eine medizinische Abklärung ersetzt das nicht: Bei anhaltenden oder starken Beschwerden schicken wir dich zu einer Ärztin oder einem Arzt.
Was nach dem Absenden passiert
Dein Trainer sieht alle offenen Antworten sortiert nach Dringlichkeit – von „heute antworten“ bis „nur lesen“. Die Vorsortierung macht eine KI, an die keine Namen übermittelt werden; ohne KI greift eine feste Regel. Was wichtig ist und was geändert wird, entscheidet der Trainer. Er meldet sich im Chat, ändert den Plan in TrainingPeaks oder ruft an, wenn du das angekreuzt hast.
Dein eigener Verlauf
Unter „Mein Verlauf“ siehst du deine eigenen Check-ins über die Zeit, etwa wie sich dein Stresslevel entwickelt hat. Die Daten kommen ausschließlich aus deinem Konto; andere Athleten siehst du dort nicht. Einmal im Monat kommt zusätzlich ein Monats-Rückblick mit sechs anderen Fragen.
So sehen hilfreiche Antworten aus
Statt „gut“ lieber: „Alle Einheiten gemacht, der lange Lauf war zäh, die Intervalle gingen gut.“ Statt „Stress 7“ lieber: „Stress 7 – Umzug am Wochenende.“ Bei der Verfügbarkeit hilft „Mittwoch nur 30 Minuten, Samstag kein Training“ mehr als „wenig Zeit“. Zwei Minuten genügen, wenn die Antworten konkret sind.
So sieht dein Trainer die Antworten: Nachbau der Trainer-Ansicht mit fiktiven Athleten aus unserer Demo – keine Kundendaten. (Beispiel mit fiktiven Daten)
Häufige Fragen
Was, wenn ich den Check-in vergesse?
Dann fehlt deinem Trainer die Rückmeldung für die Planung. Hol ihn nach oder schreib kurz im Chat, wie die Woche war.
Bekomme ich den Check-in in jedem Paket?
Welche Rückmeldungen zu deinem Paket gehören, besprechen wir im Erstgespräch. Die wöchentliche Betreuung ist der Kern des Silber- und Gold-Pakets.
Wer liest meine Antworten?
Deine Trainer. Für die Vorsortierung nach Dringlichkeit werden die Antworten ohne deinen Namen an eine KI (Anthropic) übermittelt. Andere Athleten sehen nichts davon.
Ersetzt der Check-in die Kommentare in TrainingPeaks?
Nein. Kommentare beschreiben einzelne Einheiten, der Check-in die ganze Woche. Beides zusammen ergibt das vollständige Bild.
Kann ich zwischendurch etwas melden, ohne auf den Check-in zu warten?
Ja, natürlich. Akute Beschwerden oder Planänderungen schreibst du sofort im Chat; der Check-in ist der feste Wochenrhythmus, nicht der einzige Weg.
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